Blog

Aussterbende Sprachen

Auch wenn es in diesem Blogartikel um tote und sterbende Sprachen geht, heißt das nicht, dass dieses Thema nicht lebendig diskutiert werden kann. Die wohl bekannteste ausgestorbene Sprache haben viele von uns noch in der Schule gelernt: Latein. Theoretisch ist das Lateinische nicht ausgestorben, auch wenn die Sprache nicht mehr im Alltag gesprochen wird. Die katholische Kirche hält die Sprache ebenso am Leben die Medizin.

Viele Sprachen der Welt vom Aussterben bedroht

Allerdings sind heute viele Sprachen der Welt vom Aussterben bedroht, da nur noch wenige Sprecher leben. Viele dieser Sprachen sind uns weitestgehend unbekannt. Ein Beispiel ist Pemón, eine Sprache karibischer Ureinwohner, die in Teilen Venezuelas, Brasiliens und Guyanas von 30.000 Menschen gesprochen wird. Noch einige Tausend Sprecher hat das Tschuktschisch, eine altsibirische Sprache im Nordosten Russlands. Viele dieser Sprachen werden wohl in den kommenden Jahrzehnten von der Bildfläche verschwinden, denn die letzten Sprecher werden sie wohl buchstäblich wohl mit ins Grab nehmen.

Damit geht viel von der Sprachenvielfalt der Welt verloren. Besonders betroffen sind Minderheitensprachen. Diese werden unter anderem aus ökonomischen Gründen nicht mehr als Muttersprache an die nächste Generation weitergegeben. Eltern sind der Auffassung, dass es ihren Kindern für die Zukunft nichts bringt, eine nur lokal begrenzte Sprache zu sprechen.

Sprachen werden als weniger wertvoll betrachtet

Dazu kommt, dass einige Sprachen als minderwertig betrachtet werden und die Sprecher von der restlichen Bevölkerung eines Landes ausgegrenzt wurden und werden. Dies war beispielsweise in Frankreich über viele Jahrhunderte der Fall, als Regionalsprachen wie das Bretonische noch weiter in der Bevölkerung verbreitet waren. Den Sprechern wurde beispielsweise in der Schule verboten, ihre Muttersprache zu sprechen.

Zudem ist es sehr kostspielig, mehrere Sprachen in einem Land am Leben zu erhalten. So müsste der Schulunterricht in der Sprache stattfinden und auch Medien in der jeweiligen Sprache verfügbar sein. In der Öffentlichkeit müssten die Sprachen, beispielsweise auf Ortsschildern, ebenfalls sichtbar sein.

Einige Regionen der Welt haben sich jedoch die Mühe gemacht, auf diesem Weg einige beinahe ausgestorbene Sprachen am Leben zu erhalten. So nimmt beispielsweise die Bedeutung des Bretonischen in Nordfrankreich oder des Okzitanischen rund um Toulouse wieder an Bedeutung zu. Dort sind beispielsweise zweisprachige Schilder in der Öffentlichkeit zu sehen und das Bretonische kann auch wieder an Schulen gelernt werden.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/pompeji-latein-roman-gravur-text-3677352/

Wie viele Sprachen gibt es?

Die ersten Themen, die ich mir für meinen Texterblog für das neue Jahr ausgesucht habe, sind eher sprachwissenschaftlich geprägt. Dies muss aber nicht trocken oder langweilig sein. Und keine Sorge, es werden sicher auch wieder andere Themen im Blog folgen :).

Jeder, der sich schon einmal mit Sprachen beschäftigt hat, hat sich wohl schon einmal die Frage gestellt, wie viele Sprachen es auf der Welt eigentlich gibt. Sprachforscher gehen davon aus, dass rund 6.500 bis 7.000 moderne Sprachen gesprochen werden. Allerdings sterben immer wieder auch Sprachen aus, weil die letzten Sprecher versterben. Zu dieser Zahl kommen noch zahlreiche Dialekte. Die Sprachen der Welt lassen sich in 180 Sprachfamilien und 120 isolierte Sprachen, die mit keiner anderen Sprache „verwandt“ sind, einteilen.

Unglaubliche Sprachenvielfalt

Viele Regionen dieser Erde weisen eine unglaubliche Sprachenvielfalt auf. Ein Beispiel dafür ist Indonesien. Die 250 Millionen Einwohner leben auf 17.000 Inseln. Heute ist Indonesisch dort die Hauptsprache, doch es soll über 700 regionale Sprachen geben. Bis zur Jahrhundertwende waren es wohl sogar noch deutlich mehr. Auch in Südamerika sowie vielen afrikanischen und asiatischen Ländern war und ist die Sprachvielfalt groß. In Indien sollen neben Englisch und Hindi über 400 weitere Sprachen gesprochen werden.

Es ist jedoch schwer zu zählen, wie viele Sprachen es in einer Region tatsächlich gibt. Dies hat unter anderem zum Hintergrund, dass es nicht immer klar ist, ob es sich bei einer Sprache in der Tat um eine eigenständige Sprache oder lediglich um einen Dialekt handelt. Zudem werden viele Sprachen nur noch von wenigen Sprechern gesprochen und sind daher vom Aussterben bedroht. Mehr über aussterbende Sprachen erfahren Sie in meinem nächsten Blogbeitrag.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/illustrations/globus-welt-sprachen-%C3%BCbersetzen-110775/

Das Jahr 2020 bei Google

Das Jahr 2020 geht zu Ende und brachte uns viele Hürden und Veränderungen, die wir meistern mussten. Sicher war das Jahr von der Corona-Pandemie geprägt. Darüber hinaus mussten wir uns von Stars wie Kobe Bryant, Chadwick Boseman oder Sean Connery verabschieden. Zudem prägten gesellschaftliche Bewegungen wie das Black Lives Matter Movement das Jahr. Was die Welt 2020 bewegte, lässt sich immer sehr gut in den Suchtrends ablesen, die Google jedes Jahr veröffentlicht.

Suchbegriff „Coronavirus“ mit höchstem Suchvolumen

Allgemein hatte der Suchbegriff „Coronavirus“ das höchste Suchvolumen. Danach folgte die US-Wahl. Auch Wirecard und die Biontech Aktie sind unter den ersten fünf Suchbegriffen zu finden. Schaut man sich nur Corona an, das beherrschende Thema des Jahres, wurden die Begriffe „Coronavirus“, „Corona Deutschland“, „Corona aktuell“, „RKI“ und „Coronavirus Tipps“ in Deutschland am häufigsten in die Suchmaschine eingegeben.

Die meistgesuchte Persönlichkeit war der neue US-Präsident Joe Biden, gefolgt von Boris Johnson und Kim-Jong Un. Geht es um Abschiede prominenter Persönlichkeiten, so wurde nicht nur nach Kobe Bryant und Sean Connery gegoogelt, sondern auch nach George Floyd und Karl Dall. Schlagzeilen machten neben Corona und der US-Wahl auch der rassistisch motivierte Anschlag von Hanau, die Lufthansa Aktie und Wirecard. Wer nach Serien suchte, gab in den letzten Monaten am häufigsten „Babylon Berlin“ in die Suchmaschine ein, gefolgt von „The Witcher“, „Bad Banks“, „Haus des Geldes“ und „Tiger King“.

W-Fragen ebenfalls wichtig

Wirft man einen Blick auf die W-Fragen, so wurde bei den Wo-Fragen am häufigsten „Wo ist der Orkan jetzt?“ eingegeben. Hier sind aber auch die Fragen „Wo ist Hanau?“ und „Wo wohnt Donald Duck?“ zu finden. Bei den Warum-Fragen liegt „Warum wurden Kelloggs Cornflakes erfunden?“ vorne. „Warum kaufen allen Klopapier?“ belegt nur den fünften Platz. Wann-Fragen beschäftigten sich in diesem Jahr vermehrt mit dem Coronavirus. Unter anderem fragten die Nutzer in Deutschland bei Google „Wann öffnen die Schulen wieder?“ und „Ab wann gilt die Mehrwertsteuersenkung?“.

Weltweit zeigt sich ein ähnliches Bild. Nutzer aus aller Welt suchten 2020 bei Google vor allem Informationen zum Coronavirus. Das zweite wichtige Suchwort war die US-Wahl bzw. das Stichwort „Election results“. Danach folgt der Name Kobe Bryant. Der ehemalige Basketballer kam im Januar bei einem Helikopterabsturz ums Leben.

„Corona-Pandemie“ Wort des Jahres

Auch beim Wort des Jahres 2020 der Gesellschaft für deutsche Sprache war es sicher keine Überraschung, dass „Corona-Pandemie“ den ersten Platz belegte; gefolgt von „Lockdown“. Auf Platz 4 ist hier der Verweis auf eine weitere internationale gesellschaftliche Entwicklung des Jahres zu sehen: Black Lives Matter. Dies ist einer der wenigen Begriffe in den Top Ten, die nicht mit Corona in Verbindung stehen. „AHA“, „systemrelevant“ und „Geisterspiele“ sind ebenfalls vertreten. Auf Platz 9 folgt jedoch das Wort „Gendersternchen“, dass beim Thema gendergerechte Sprache eine große Rolle spielt.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/illustrations/google-suchmaschine-browser-suche-76517/

Quellen:

https://trends.google.de/trends/yis/2020/GLOBAL/

https://t3n.de/news/google-jahresrueckblick-2020-deutschland-1343989/

Vor dem Schreiben

Einen guten Text schreiben beginnt schon lange vor dem eigentlichen Schreiben. Der erste Schritt ist die Themenfindung. Oft gibt hier das Internet Inspiration. Google Suggest kann dabei ebenso wie Keywordtools eine Hilfe sein. Auch Gespräche mit Freunden oder Themen, die Sie aktuell privat besonders interessieren, können einen Anstoß für ein gutes Thema geben.

Ideen in einem Satz zusammenfassen

Haben Sie erste Ideen für einen Text, wissen aber noch nicht ganz genau, in welche Richtung der Text gehen soll oder welche Ideen nun die besten sind, ist ein Trick, diese in einem Satz zusammenzufassen. Formt sich nun das Thema konkreter, geht es an die Recherche. Dabei notieren Sie sich am besten gleich wichtige Quellenangaben oder speichern die entsprechenden Links ab. Bei vielen Texten und Themen ist eine gründliche Recherche das A und O. Meist reicht dabei das Internet vollkommen aus, doch je nach Thema ist es ratsam, auch einmal ein Fachbuch in die Hand zu nehmen.

Bei der Recherche im Internet ist es wichtig, auf die Seriosität von Webseiten zu achten. Wikipedia gibt dabei oft einen ersten guten Überblick über ein Thema, gilt aber als unwissenschaftlich. Bei meiner Arbeit geht es oft um aktuelle Themen. Hier achte ich bei der Recherche darauf, auf seriöse Nachrichtenseiten, von der Tagesschau bis zum Spiegel, zurückzugreifen. Im Bereich des Onlinemarketings gibt es einige bekannte Blogs, die oft viel Inspiration geben.

Text strukturieren

Nach der Recherche geht es darum, das Thema bzw. den geplanten Text zu strukturieren. Allerdings schränkt es viele Texter*innen auch in der Kreativität ein, wenn zu viel vorgeplant und durchstrukturiert wurde. Vor allem bei größeren Schreibprojekten investiere ich nicht nur in die Recherche, sondern auch in die Strukturierung des Textes viel Zeit. Allerdings kommt es oft genug vor, dass ich beim Schreiben selbst feststelle, dass die geplante Struktur nicht zielführend ist und stelle den Text noch einmal um.

Nach dem Schreiben ist der Text noch lange nicht fertig. Korrektorat und Lektorat folgen. Schreiben und Lektorat sollten auf jeden Fall getrennt werden. Im Idealfall sollten dies sogar zwei Personen übernehmen, denn vier Augen sehen mehr als zwei. Sie sollten nicht schon während des Schreibens immer wieder Korrekturen vornehmen, denn dies lenkt vom eigentlichen Schreibprozess ab. Sinnvoller ist es, erst später mit Korrekturen zu beginnen. Falls es die Zeit erlaubt, lege ich einen Text nach dem Erstellen nochmal einen oder zwei Tage zur Seite und beginne erst mit zeitlichem Abstand mit der Überarbeitung.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/bleistifte-schreiben-blog-blogger-762555/

Wie finde ich ein passendes Thema für einen guten Text?

Die Themenfindung für einen Text ist ein großes Thema. Liegt das Thema nicht auf der Hand oder wird vorgegeben, stehen Texter*innen vor der Aufgabe, selbst ein Thema zu finden. Ist dies nicht der Fall, kann dies eine der Ursachen für eine Schreibblockade sein. Freunde und Kollegen haben oft gute Ideen und Inspirationen. Immer wieder ergibt sich im Gespräch ein gutes Thema für den nächsten Blogtext. Ich habe oft Stift und Zettel bei mir, um mir Ideen und Gedanken aus Gesprächen gleich zu notieren.

Inspiration von der Konkurrenz

Auch ein Blick auf Webseiten mit ähnlichen Themen führt oft zu guten Ideen. Hier müssen Sie aber unbedingt darauf achten, keine Texte wortwörtlich zu kopieren – Stichwort Duplicate Content. In Unternehmen liefern oft auch Kundenbefragungen oder Tipps aus dem Kundendienst gute Vorschläge. Beispielsweise können Sie Ihre Kollegen aus dem Service einmal fragen, für welche Themen sich die Kunden besonders interessieren oder welche Fragen oft gestellt werden. Diese lassen sich dann in Form eines Blogbeitrags beantworten. In Foren und sozialen Netzwerken finden sich ebenfalls immer wieder Hinweise für spannende Themen. Was wird hier diskutiert? Welche Frage wird in einer Gruppe oft gestellt? Auch daraus lassen sich Themen für Blogs ableiten.

Tools zur Themenfindung

Darüber hinaus helfen einige Tools bei der Themenfindung. Das einfachste ist Google Suggest. Oft gibt die Google-Suche Inspiration. Geben Sie eine Frage mit einem Fragewort in die Suchmaschine ein, macht Google verschiedene Vorschläge.

(eigener Screenshot)

Darüber hinaus gibt es (kostenpflichtige) Tools wie TermLabs.io. Dieses Tool hilft nicht nur bei der Keword-Optimierung, sondern bringt auch einen Questionfinder mit. Keywordvorschläge mach auch Hypersuggest. Mit diesem Tool finden Sie relevante Suchbegriffe für ein bestimmtes Thema.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/offenes-buch-bibliothek-bildung-1428428/

Schreibblockaden lösen

Es gibt mehrere Arten von Schreibblockaden. Vielleicht tauchen die ersten Schwierigkeiten schon bei der Themenfindung auf. In anderen Fällen ist zwar ein Thema da, aber für den Einstieg ins Thema wird einfach keine zündende Idee gefunden. Eine Schreibblockade kann aber auch beim Schreiben selbst, mitten im Text, auftreten. Beispielsweise treten mitten im Text Probleme bei der Strukturierung oder mit einzelnen Formatierungen auf oder der*dem Texter*in gehen die Ideen aus.

Einstieg finden oft schwer

Fällt es Ihnen schwer, einen Anfang für Ihren Text zu finden, versuchen Sie doch, den Einstieg zu überspringen und mitten im Text anzufangen. Oft fällt Ihnen dann später ein guter Anfang ein. Ein weiterer Tipp ist, „einfach mal drauf los“ zu schreiben. Denken Sie nicht zu viel über Grammatik und passende Formulierungen nach. Sinnvoll ist es auch, vor dem eigentlichen Text einige Minuten die Gedanken frei laufen zu lassen und Ideen frei aufzuschreiben. Oft entstehen hieraus gute Ideen.

Wer häufiger unter Schreibblockaden leidet, sollte jeden Tag schreiben, denn Schreiben ist auch Übungssache. Dabei muss es sich nicht um berufliche Texte handeln, auch Tagebuch schreiben oder Übungen aus dem kreativen Schreiben können ein guter Weg sein. Auf neue Ideen kommt man oft auch durchs Lesen. Manchmal hilft es, Artikel oder ein Buch zu lesen, um neue Inspiration zu bekommen. Texte aus dem Fachbereich helfen dabei inhaltlich weiter, andere Texte können das Gehirn anregen. Dazu kommt, dass regelmäßiges Lesen, auch in der Muttersprache, den Wortschatz erweitert.

Text manchmal einfach schlecht

Manchmal rührt eine Schreibblockade auch daher, dass leider das bisher zu Papier gebrachte wirklich einfach schlecht ist. Daher kann eine Blockade auch ein Zeichen dafür sein, den Text in den Papierkorb zu werfen bzw. zu löschen und nochmal von vorne zu beginnen.

Hat eine akute Schreibblockade zugeschlagen, hilft es mir oft weiter, den Ort zu wechseln. Sie können vom Büro ins Wohnzimmer gehen oder auch das Haus verlassen. Ich bekomme beim Schreiben im Café oft viele gute neue Ideen. Auch den Laptop mit in den Park zu nehmen, ist gut möglich. Eine Pause, beispielsweise ein kurzer Spaziergang, wirkt wahre Wunder gegen Schreibblockaden. Legen Sie den Stift einfach mal zur Seite oder klappen Sie den Laptop zu. Wenn die Ideen fehlen, ist es oft am besten, eine andere Tätigkeit zu machen. Dies fördert oft die Kreativität.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/bleistift-anspitzer-notebook-papier-918449/

Unseriöse Webseiten erkennen

Sprache und Sprachen sind meine Leidenschaft. Aber beruflich geht es bei mir viel ums Thema Internet und Webseiten. Freunde kommen daher immer wieder mit Fragen zu Webseiten auf mich zu. Eine Frage, die dabei immer wieder auftaucht, ist, ob ich eine Webseite als seriös einschätze. Beispielsweise möchte jemand etwas in einem Onlineshop kaufen, ist sich aber nicht sicher, ob der Shop vertrauenswürdig ist.

Wie erkennen Sie unseriöse Webseiten?

Der wichtigste Aspekt ist ein Impressum. Dieses sollte vollständig und spätestens mit zwei Klicks erreichbar und gut sichtbar auf der Webseite platziert sein. Laut § 5 des Telemediengesetzes muss jeder gewerbliche Anbieter ein Impressum mit Namen und Anschrift haben. Erscheint das Impressum nicht vertrauenswürdig, ist dies häufig ein erster Hinweis, dass mit der Webseite etwas nicht stimmen könnte.

Aus rechtlicher Sicht muss die Webseite, insbesondere ein Onlineshop, zudem über AGBs und Angaben zum Widerrufsrecht verfügen. Wichtig sind auch die Zahlungsarten bei einem Onlineshop. Hier sollten mehrere Wege möglich sein, im besten Fall auch PayPal und der Kauf auf Rechnung. Wird nur Vorkasse angeboten, sollten Sie stutzig werden. Kundenbewertungen sind ebenfalls ein wichtiger Faktor. Googeln Sie doch einmal den Namen des Shops. Vielleicht haben andere Kunden ihre guten oder schlechten Erfahrungen irgendwo im Internet veröffentlicht.

Kontaktmöglichkeiten prüfen

Darüber hinaus sollten gut sichtbar Kontaktmöglichkeiten zu finden sein. Immer wieder sehe ich Webseiten, auf denen zwar eine Telefonnummer steht, doch diese sieht schon auf den ersten Blick weder nach einer Handynummer noch nach einer Festnetznummer mit deutscher Vorwahl aus. Hier liegt der Verdacht nahe, dass jemand nur Zahlen aneinandergereiht hat, aber keine echte Telefonnummer angibt. E-Mail-Adresse, Telefonnummer und Adresse sollten also stimmen.

Sind Sie sich nicht sicher, ob die Angaben im Impressum und bei den Kontaktmöglichkeiten stimmen, sollten Sie den Namen oder die Adresse einmal googeln. Vielleicht stellen Sie bei Google Maps fest, dass sich unter der angegebenen Adresse etwas vollkommen anderes befindet. Vorsicht ist auch geboten, wenn es sich bei der angezeigten E-Mail-Adresse um eine gmx- oder web.de-Adresse handelt. Dies kann – muss aber nicht – ebenfalls ein Zeichen mangelnder Seriosität sein.

Gestaltung der Webseite

Oft gibt auch die Gestaltung der Webseite, vor allem der Texte, weitere Hinweise auf die Seriosität der Seite. Wird ein Produkt beispielsweise zu laut beworben und finden Sie nicht die Informationen, die Sie suchen, könnte dies ein Anzeichen sein, die Finger von der Seite zu lassen. Ähnliches gilt für das Layout. Kommen Sie mit der Navigation der Seite nicht zurecht und sind nicht alle Informationen übersichtlich zu finden, kann dies ebenfalls ein Indiz dafür sein, dass die Webseite unseriös ist. Allerdings ist die Gestaltung einer Webseite auch Geschmackssache, daher kann ich hier nicht exakt sagen, welches Layout nun wirklich unseriös ist.

Auf das eigene Gefühl vertrauen

Letztendlich können Sie sich im Internet immer auch ein stückweit auf Ihr Bauchgefühl verlassen, sollten aber die Augen offen halten und wachsam bleiben. Leider sind viele Webseiten so aufgebaut, dass nur schnell ein Produkt verkauft werden soll. Informationen und Kunden bleiben dabei auf der Strecken. Daher sollten Sie immer, wenn Sie einen Onlineshop oder eine Webseite noch nicht kennen, die Seite gründlich auf ihre Vertrauenswürdigkeit hin prüfen.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/illustrations/absturz-administrator-angriff-at-62281/

Gendergerechte Sprache

Eines der umstrittensten Themen hierzulande ist seit einigen Jahren das Thema gendergerechte Sprache. Doch was ist gendergerechte Sprache überhaupt? Der Begriff definiert einen Sprachgebrauch, der bei Personenbezeichnungen alle Geschlechter (und damit nicht nur Mann und Frau) gleich behandelt. Das Ziel ist eine Gleichstellung aller Geschlechter in der gesprochenen und geschriebenen Sprache.

Ich möchte hier auf dieses wichtige und umfangreiche Themengebiet eingehen, kann dabei allerdings an dieser Stelle nur kurz auf einige Aspekte eingehen, was eine lediglich eine verkürzte Darstellung des Themas ist und sicherlich keinen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt.

Mehrere Schreibweisen möglich

Für die gendergerechte Sprache gibt es mehrere Möglichkeiten. Während „Teilnehmende“ eine neutralisierende Formulierung ist, bezieht sich „Teilnehmerinnen und Teilnehmer“ auf Männer und Frauen. Teilnehmer*innen bezieht alle Geschlechter ein. Neben dem Gendersternchen ist manchmal auch ein Unterstrich, ein Binnen-I oder ein Doppelpunkt zu lesen. Ich persönlich bevorzuge derzeit die Variante mit *, doch Sprache ist immer im Wandel, sodass ich möglicherweise in Zukunft auch eine andere Form wähle.

Warum wird eigentlich gegendert?

Ursprünglich kam aus der feministischen Sprachkritik die These, dass sich die Vormachtstellung von Männern in der Gesellschaft auch in der Sprache zeigt. Das Ziel ist es, Frauen auch durch Sprache sichtbar zu machen und zu repräsentieren. Mittlerweile gibt es für viele Berufsbezeichnungen auch die weibliche Form, beispielsweise seit 2005 auch ein weibliches Pendant zum „Kanzler“. Diese Herangehensweise ist jedoch ebenfalls teilweise umstritten, da unter anderem weiter die männliche Form zugrunde liegt und weitere Geschlechter nicht einbezogen werden.

Mittlerweile hat der DUDEN in seiner neuesten Ausgaben erstmals Empfehlungen zur geschlechtergerechten Schreibung veröffentlicht (mehr dazu finden Sie hier, hier und hier). Der DUDEN stellt dabei die Möglichkeiten zur gendergerechten Sprache vor, gibt aber auch an, dass es keine festgelegte Norm gibt.

Auseinandersetzung mit Thema wichtig

Zusammengefasst denke ich, dass es für jede*n, der*die sich mit Sprache und Sprachen befasst, wichtig ist, sich auch mit gendergerechter Sprache zu beschäftigen. Sensibilität bei gesellschaftlichen Aspekten und Genderfragen ist ein wichtiger Beitrag zu Inklusion und Akzeptanz. Doch welche Schreibweise sich langfristig durchsetzt, wird die Zeit zeigen. Im Übrigen gibt es mittlerweile auch Webseiten mit Tipps und Tipps rund um gendergerechte Sprache. Ein Beispiel ist https://www.genderleicht.de/.

Ein Blick in andere Sprachen

Ein Blick in andere Sprachen zeigt, wie Menschen auch anderes mit dem Thema gendergerechte Sprache umgehen können. Im Englischen gibt es für die meisten Berufsbezeichnung und ähnliche Begriffe ohnehin nur ein Wort. Ein „singer“ kann jedweden Geschlechts sein. Bei Personalpronomen ist schon seit dem 14. Jahrhundert auch der Plural „they/them“ üblich und wird in der singulären Bedeutung als Alternative zu „she“ und „he“ verwendet, insbesondere wenn das Geschlecht der Person weder männlich noch weiblich ist oder wenn es unklar ist, welches Geschlecht eine Person hat.

Im Schwedischen gibt es seit einigen Jahren neben „han“ („er“) und „hon“ („sie“) auch das geschlechtsneutrale Pronomen „hen“. Dieses Pronomen kann für eine Person mit neutraler Geschlechtsidentität verwendet werden oder wenn unklar ist, welches Geschlecht eine Person hat.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/mann-frau-geschlecht-weiblich-5355842/

Was ist Leichte Sprache?

Sprache verändert sich immer wieder und passt sich an neue Gegebenheiten an. Eine schöne Entwicklung der letzten Jahre ist für mich die sogenannte Leichte Sprache. Doch was ist das überhaupt? Grundsätzlich sollen bei der Leichten Sprache alle Ausdrucksweisen und die verwendeten Worte besonders leicht zu verstehen sein.

Eigenes Regelwerk für Leichte Sprache

Der Verein Netzwerk Leichte Sprache hat sogar ein eigenes Regelwerk erstellt, dass immer wieder aktualisiert wird. Darin sind Sprach- und Rechtschreibregeln sowie Empfehlungen zur Typografie enthalten. Leichte Sprache soll Menschen dabei helfen, einen Text zu verstehen, die aus den unterschiedlichsten Gründen über vergleichsweise geringe Kompetenzen in der deutschen Sprache verfügen. Damit ist Leichte Sprache auch ein Beitrag zu Inklusion und Barrierefreiheit. So können auch Menschen, die erst kürzlich Deutsch gelernt haben oder kognitive Einschränkungen haben, einen Text verstehen und Informationen erhalten.

Grundlagen der Leichten Sprache sind:

  • kurze Sätze
  • eine Aussage pro Satz
  • Verwendung von Aktivsätzen
  • schwierige grammatische Konstruktionen wie Konjunktiv oder Genitiv vermeiden
  • Verzicht auf Sonderzeichen oder Jahreszahlen

Allerdings ist klar zu betonen, dass die Leichte Sprache keine „Kindersprache“ ist. Beispielsweise sollten Verfasser*innen von Texten in Leichter Sprache darauf achten, ihre Leser*innen je nach Text mit „Sie“ anzusprechen.

Tipps für Leichte Sprache

Oft sind komplexe Wörter leichter zu verstehen, wenn sie mit Bindestrichen oder getrennt geschrieben werden. Aus „Bundestag“ wird dann „Bundes tag“ und aus Weltall „Welt-All“. Zudem solle wann immer möglich auf abstrakte Begriffe oder Metaphern verzichtet werden. Falls dies nicht möglich ist, sollten diese ebenso wie Fremd- oder Fachwörter sowie Abkürzungen erklärt werden. Der Text selbst sollte übersichtlich gestaltet sein. Oft beginnt jeder neue Satz in einer neuen Zeile, damit der Text leichter lesbar ist. Auch Aufzählungen und Bilder sind vielfach hilfreich, damit der Text besser verständlich wird.

Immer häufiger werden Texte aus der Standardsprache in Leichte Sprache übertragen, damit auch Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen Schwierigkeiten mit dem Lesen haben, selbstbestimmt Zugang zu Informationen bekommen. Oft werden die Texte vor der Veröffentlichung sogar von Prüfern gelesen.

Leichte Sprache bei Behörden und in Medien

Mittlerweile nutzen einige Behörden die Leichte Sprache und auf vielen Webseiten können Leser*innen mit einem Klick zur Leichten Sprache wechseln. Sogar die Webseite des Bundestags ist in Leichter Sprache zu finden. Einige Medien gehen diesen Weg ebenfalls. Mir ist die Leichte Sprache vor einigen Jahren zum ersten Mal auf der Webseite des ndr begegnet. Der ndr stellt viele Nachrichten in Leichter Sprache zusammen, sodass sich beispielsweise derzeit Menschen barrierefrei über das Coronavirus informieren können.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/vectors/sprechblasen-gedankenblasen-comic-1187260/

Bücher auf Englisch lesen

Ich liebe Bücher! Seitdem ich lesen kann, bin ich eine Leseratte. Sicher lese ich heute nicht mehr so viel wie als Kind und Jugendliche. Allerdings hat sich an meinen Lesegewohnheiten in den letzten Jahren etwas verändert: Ich versuche, Bücher englischsprachiger Autoren nach Möglichkeit im Original zu lesen. Warum? Nicht nur, um mein Englisch zu verbessern!

Wortspiele und Humor im Original

Bei Übersetzungen geht oft viel verloren. Oft können Wortspiele und vor allem Humor nicht gut ins Deutsche übertragen werden. Darüber hinaus wird bei vielen Büchern im Original – zumindest meiner Erfahrung nach – einfach deutlicher, was der Autor eigentlich sagen möchte. Mein Lieblingsbeispiel ist das Buch „Born a crime“ des südafrikanischen Comedians Trevor Noah. Ich habe das Buch auf Englisch gelesen, daher kann ich zur deutschen Übersetzung selbst nicht viel sagen. Allerdings wurde der Titel im Deutschen mit „Farbenblind“ wiedergegeben.

Der englische Titel bezieht sich darauf, dass Noahs Geburt in der Tat ein Verbrechen war. Seine Mutter ist Xhosa, sein Vater Deutsch-Schweizer. Zum Zeitpunkt seiner Geburt, 1984, waren in Noahs Heimatland Beziehungen zwischen Schwarzen und Weißen verboten. Das Buch beginnt zudem mit dem sogenannten Immorality Act aus dem Jahr 1927, der Beziehungen zwischen Weißen und Schwarzen verbot.

„Colorblind“ (also „Farbenblind“) ist in der englischen Version lediglich ein Kapitel, dass sogar erst auf Seite 153 beginnt. Daher ist es durchaus denkbar, dass der deutsche Titel eine andere Erwartungshaltung des Lesers suggeriert oder sogar andere Interpretationen des Buches möglich macht.

Klarere Ausdrucksweisen

Zudem zeigen Bücher im englischen Original einige Ausdrucksweisen deutlicher. So ist es beispielsweise in einigen amerikanischen Regionen vollkommen normal, jemanden mit „Honey“ anzusprechen. Darüber hinaus kommen Feinheiten wie Höflichkeitsformeln im Englischen oft besser zur Geltung.

Bücher auf Englisch lesen ist reine Übungssache. Mir ging es so, dass ich – einmal angefangen – regelrecht süchtig nach englischen Büchern wurde und Übersetzungen so gut es geht meide. Sie können gerne mit einem einfachen Buch oder einem Buch, dass Sie schon einmal auf Deutsch gelesen haben starten.

Und noch ein Tipp: Nutzen Sie kein Wörterbuch! Sie werden den Inhalt auch verstehen, wenn Sie nicht jedes Wort kennen. Außerdem lenkt ein ständiges Nachschlagen nur vom Lesespaß ab. Lediglich, wenn Sie ein häufig vorkommendes, zentrales Wort nicht kennen, sollten Sie dieses nachschlagen.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/photos/alice-englisch-wonderland-kaninchen-2902560/