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Mit moderner Technik gegen das Aussterben von Sprachen

Zahlreiche Sprachen sind vom Aussterben bedroht. Mittlerweile gib es einige Ideen und technische Hilfsmittel, die mit moderner Technik das Aussterben von Sprachen verhindern wollen. Der Bremer Student Bonaventure Dossou hat beispielsweise eine Übersetzungs-App für Regionalsprachen entwickelt. Begonnen hat das Projekt mit Dossous Muttersprache Fon, die er selbst jedoch kaum spricht.

Über 2.000 Sprachen auf dem afrikanischen Kontinent

Auf dem afrikanischen Kontinent werden 2.000 Sprachen gesprochen, doch der Google-Übersetzer hat davon nur 15 integriert. Viele Webseiten sind auch in afrikanischen Ländern auf Englisch und Französisch, was die indigenen Sprachen weiter zurückdrängt. Ist eine Sprache im Internet nicht sichtbar, wird sie weiter verdrängt.

Allein in Nigeria werden 515 Sprachen gesprochen und auch in Kamerun, der Demokratischen Republik Kongo oder Tansania sprechen die Menschen weit über 100 Sprachen. Damit ist Afrika ein Kontinent mit großer Sprachenvielfalt. Doch in vielen afrikanischen Ländern sind die Sprachen der früheren Kolonialherren wie Französisch oder Englisch noch immer weit verbreitet und oft Amtssprache.

Fon gehört zu den 50 Sprachen und Dialekten, die in Benin gesprochen werden. Nur 8,8 Prozent der Bevölkerung sprachen Französisch, dennoch ist die Sprache der ehemaligen Kolonialherren weiter Amtssprache in dem westafrikanischen Land. Als Dossou in Benin zur Schule ging, wurde die Verwendung von Fon bestraft. Gemeinsam mit einem Freund hat Dossou nun eine App entwickelt, die Fon ins Französische übersetzt.

App-Projekt in Mexiko

Dossou ist nicht der Einzige, der mit moderner Technik Sprachen vor dem Aussterben retten will. In Mexiko arbeiten laut der Tageszeitung „La Jornada“ Studenten der Autonomen Universität Chapingo an einer App, die indigene Sprachen in Mexiko mit moderner Technik vor dem Aussterben retten soll. Seit einigen Jahren arbeiteten die Studenten an der App „Miyotl“, die bald für 15 indigene Sprachen zum Download zur Verfügung stehen soll und später auf 68 Sprachen anwachsen soll. In Mexiko sprechen noch über sieben Millionen Menschen eine indigene Sprache, allerdings sinkt auch hier die Zahl der indigenen Bevölkerung. Damit gehen auch die Sprachen nach und nach verloren.

Alle zwei Wochen stirbt eine Sprache

Laut der deutschen Unesco-Kommission geht alle zwei Wochen irgendwo auf der Welt eine Sprache verloren. Eine Studie der Universität Amsterdam geht davon aus, dass die Hälfte der etwa 6.7000 Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Vor allem für kleine Sprechergemeinschaften ist es schwer, ihre Sprache zu erhalten. Für viele Sprachen gibt es weder eine einheitliche, festgelegt Schrift noch eine Grammatik. Unter anderem aus wirtschaftlichen Gründen ist es für viele Eltern verlockend, ihren Kindern eher eine größere Sprache beizubringen, damit sie später in Schule und Beruf bessere Chancen haben.

Vor allem auf dem afrikanischen Kontinent ist die Situation komplex. Wirft man einen Blick auf die Landkarte Afrikas, so hat man das Gefühl, jemand hätte einfach mit dem Lineal Striche gezogen, die Ländergrenzen darstellen sollen. Dies ist nicht ganz falsch. Zur Kolonialzeit wurden künstliche Grenzen auf dem Kontinent gezogen, die zur Folge hatten, dass sprachliche und kulturelle Gemeinschaften getrennt wurden.

Auf dem Gebiet eines Staates lebten nun Menschen mit ganz unterschiedlichen Muttersprachen. Daher wurden die ehemaligen Kolonialsprachen oftmals als Verkehrssprache, also als überregionale Sprache zur Kommunikation, beibehalten. Zudem sah man in den Sprachen der ehemaligen Kolonialherren ein Mittel, die unterschiedlichen Sprachgemeinschaften zu integrieren und Einheit zu schaffen, obwohl diese Sprachen über Jahrhunderte mit Schmerz und Spaltung verbunden waren.

Nur selten lokale Sprache Amtssprache

Nur wenige Länder auf dem afrikanischen Kontinent entschieden sich dafür, eine lokale Sprache zur Amtssprache zu machen. In Ruanda ist Kinyarwanda Amtssprache und in Lesotho die Sprache Sotho. In Tansania wurde Kisuaheli zur Amtssprache. Kisuaheli ist in vielen afrikanischen Ländern eine wichtige Verkehrssprache und im Osten Afrikas die am weitesten verbreitete Sprache.

In Tansania wird aber weiterhin auch Englisch gesprochen. Viele Menschen sprechen Englisch, Kisuaheli und die Sprache ihres Dorfes. Mehrsprachigkeit ist daher vollkommen normal. In Grundschulen wird Kisuaheli unterrichtet, an weiterführenden Schulen und Universitäten ist Englisch die Unterrichtssprache. Wer also kein Englisch spricht, hat kaum Chancen auf eine gute Bildung und einen guten Job. Dies betrifft oft Kinder aus ärmeren Bevölkerungsgruppen und ländlichen Gegenden. In Tansania gibt es daher seit einiger Zeit eine Diskussion über die Bedeutung der englischen Sprache.

Muttersprache steht für kulturelle Vielfalt und Identität

Harrison Mwilima, der Berlin-Korrespondent der Kisuaheli-Redaktion der DW, vertritt in einem Beitrag zum Tag der Muttersprache für die Deutsche Welle die Auffassung, Regierungen in Afrika sollten sicherstellen, dass die Menschen effektiv in ihren eigenen Sprachen kommunizieren können und auch in ihrer Muttersprache Bildung erlangen können. Dies würde auch dazu beitragen, die besondere afrikanische Identität zu erhalten bzw. wieder zur erreichen, denn Sprache ist nicht nur ein Werkzeug zur Kommunikation, sondern auch ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur und Identität. Denkbar ist, dass auch in Zukunft Projekte mit dem Einsatz moderner Technik gegen das Aussterben von Sprachen helfen können.

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Internationaler Tag der Muttersprache 2021

Seit dem Jahr 2000 gibt es den Internationalen Tag der Muttersprache der UNESCO. Dieser Tag soll an die Förderung der sprachlichen und kulturellen Vielfalt und der Mehrsprachigkeit erinnern und findet jedes Jahr am 21. Februar statt. Zudem wird auf bedrohte Sprachen aufmerksam gemacht. In Deutschland wird in diesem Jahr auch auf Romanes, die Sprache der Sinti und Roma, hingewiesen.

Über 50 Prozent aller Sprachen vom Aussterben bedroht

Die UNESCO betont dabei, dass über die Hälfte der in aller Welt gesprochenen Sprachen vom Aussterben bedroht sind. Damit will die UNESCO ein Zeichen setzen, dass mit Sprachen mit Blick auf die kulturelle Identität gefördert werden sollten. Der zweite Aspekt dieses Gedenktages ist das Fremdsprachenlernen und Mehrsprachigkeit, was ein wichtiger Beitrag zu gegenseitigem Verständnis und Respekt ist.

Daher weist die UNESCO jedes Jahr auch auf sogenannte Minderheitensprachen hin, die oft von weniger als 10.000 Menschen gesprochen werden. In Deutschland hören beispielsweise Saterfriesisch, Niedersorbisch und Romanes zu den Minderheitensprachen. Saterfriesisch wird in der Nähe von Oldenburg noch von etwa 1.500 bis 2.500 Menschen gesprochen und Niedersorbisch wird in der Niederlausitz in Brandenburg von rund 7.000 Menschen gesprochen.

Diese Sprachen werden oft nicht mehr an Kinder weitergegeben und verlieren so nach und nach weiter an Bedeutung. Sterben die letzten Sprecher, geraten diese Sprachen oft ganz in Vergessenheit. Einige Sprachen, die nur von wenigen Menschen gesprochen werden, sind noch nicht einmal dokumentiert.

Zu den Sprachen, die Jahr für Jahr in Vergessenheit geraten oder vom Aussterben bedroht sind, gehören längst nicht nur die Sprachen indigener Völker, sondern auch europäische Sprachen. Ein Beispiel ist Sami. Sami wird im Norden Skandinaviens und in Teilen Russlands gesprochen und ist die Sprache einer dortigen Minderheit. Eine interessante Übersicht zu bedrohten Sprachen war zum Internationalen Tag der Muttersprache 2021 auch auf Zeit Online zu finden.

Ursprung in Pakistan

Der Tag der Muttersprache hat seinen Ursprung in Pakistan. Dort beschloss die damalige Regierung 1952, dass Urdu die alleinige Amtssprache werden sollte. Urdu wurde zu diesem Zeitpunkt nur von drei Prozent der Menschen als Muttersprache gesprochen. Die Menschen in Ostpakistan sprachen nur Bengalisch. In der Folge gab es Proteste, bei denen am 21. Februar 1952 mehrere Menschen starben. Später spaltete sich Ostpakistan vom Rest des Landes ab und der Staat Bangladesch entstand. Dort ist seit Anfang der 1970er Jahr der 21. Februar der „Tag der Märtyrer“, bzw. der Tag der Muttersprache, ein nationaler Feiertag. 1999 stellte Bangladesch dann einen Antrag bei der UNESCO, die den Tag zum Internationalen Tag der Muttersprache erklärte.

PEN hebt Romanes hervor

Die Autorenvereinigung PEN weist in diesem Jahr anlässlich des Internationalen Tags der Muttersprache besonders auf Romanes, die Sprache der Sinti und Roma, hin. PEN will damit auch auf ein friedliches Zusammenleben der verschiedenen Kulturen in Deutschland aufmerksam manchen. Laut dem UNESCO-Atlas der bedrohten Sprachen wird Romanes als bedroht eingestuft. Sinti und Roma werden in Deutschland seit 1998 gesetzlich als nationale Minderheit anerkannt. In Deutschland leben etwa 70.000 bis 150.000 Sinti und Roma.

Wie viele Sinti und Roma genau in Deutschland leben, ist nur schwer zu sagen und historisch problematisch. Im Nationalsozialismus wurde durch die rassenhygienische Forschungsstelle eine Zählung vorgenommen, auf deren Grundlage die Deportation und der Völkermord an den Sinti und Roma (Porajmos) durchgeführt wurde. Dem Völkermord an den Sinti und Roma fielen mindestens eine halbe Million Menschen zum Opfer.

Sinti, die größte Gruppe der Roma, leben schon seit über 600 Jahren in Deutschland. Ihre Muttersprache ist Romanes, die indogermanische Wurzeln hat und nur mündlich überliefert ist. Eine einheitliche Schriftsprache gibt es bisher nicht. Im Nationalsozialismus wurde in vielen Familien kein Romanes gesprochen. Seit den 1980er Jahren gibt es einige Vereine, die die Sprache wieder pflegen und Kindern vermitteln. Auch im RomArchive, dem Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, werden Sprache und Kultur der Sinti und Roma gepflegt.

Wertschätzung von ganz unterschiedlichen Muttersprachen geht damit auch mit Völkerverständnis und Respekt gegenüber anderen Kulturen einher.

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Abibliophobie: Die Angst, keinen Lesestoff mehr zu haben

Vor einigen Tagen bin ich im Internet auf den Begriff „Abibliophobie“ gestoßen, den ich bisher nicht kannte. Letztendlich beschreibt der Ausdruck die Angst vor einem Mangel an Büchern (biblíon = Buch; phobos = Angst). Damit wäre dies aus medizinischer Sicht wohl sogar eine Angststörung oder Phobie.

Es gibt demnach wohl eine (krankhafte) Angst, keinen Lesestoff mehr zu haben. Nach der Internationalen statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (ICD) würde Abibliophobie unter Spezifische Phobien (ICD-10 F40.2) fallen und damit in die gleiche Kategorie wie die Angst vor Spritzen oder Flugangst.

Angst vor Mangel an Lesestoff eine Phobie?

Ich bin keine Medizinerin oder Psychologin und kann daher nicht beurteilen, ob Abibliophobie in der Tat eine Phobie darstellt und ab wann Büchersammeln ungesund und behandlungsbedürftig ist. Betroffene besitzen viele Bücher, auch wenn sie diese gar nicht gelesen haben und haben Angst vor einem Mangel an Büchern. Dieses Phänomen kenne ich nur zu gut. Ich glaube, pathologisch ist das Büchersammeln bei mir (noch) nicht, doch auch ich habe zahlreiche Bücher in meinem Regal. Ich habe sie nie gezählt, doch die 100 habe ich sicher schon vor langer Zeit überschritten – und es kommen immer neue Bücher dazu.

Lesen gehört für mich zum Leben einfach dazu. Nachdem ich lesen gelernt hatte, dauerte es nicht lange, bis ich „Hanni und Nanni“ für mich entdeckte. Später kamen Enid Blytons „Fünf Freunde“ und Astrid Lindgren dazu. Als Jugendliche entdeckte ich ein Buch, das mich bis heute begleitet: J.R.R. Tolkiens „Der Herr der Ringe“. Später las ich natürlich auch den „Hobbit“ und weitere Werke aus Mittelerde. Heute lese ich von Biografien über Romanen bis hin zu Thrillern fast alles, was mir in die Finger kommt.

Bücher aus der Buchhandlung oder vom Flohmarkt

Oft kaufe ich in der Buchhandlung (oder im Moment leider viel zu oft online) Bücher, die mich besonders interessieren. Die „Wühltische“ mit Mängelexemplaren ziehen mich aber genauso magisch an wie Bücher auf Flohmärkten. Und in Antiquariaten oder kleineren Buchhandlungen kann ich mich stundenlang aufhalten und in neuen und alten Büchern stöbern.

Ich möchte ein Buch in der Hand fühlen, es riechen und mir Notizen machen können. Und auf jeden Fall sammle ich Bücher. Ein Buch wegzuwerfen ist für mich fast unmöglich. Einfach nur ein Buch in der Bücherei ausleihen, ist für mich unbefriedigend. Ich möchte Bücher selbst besitzen – am besten in physischer Form – und so oft wieder lesen, wie ich möchte. Das Lesen von Büchern über iBook-Reader und andere kleine Geräte bedeutet für mich nicht die gleiche Faszination. Daher bin ich mit dieser Technik bisher „noch nicht richtig warm geworden“. Aber vielleicht ändert sich das ja in Zukunft, sodass sich bei mir nicht mehr die gelesenen und ungelesenen Bücher stapeln.

Beitragsbild: privat / © Elisabeth Gieseler

Words matter oder die Macht der Worte

„Words matter“ ist eine Formulierung (oder gar Forderung), die insbesondere in den USA immer wieder zu hören ist. Eine deutsche Übersetzung ist schwierig. Ich würde „Words matter“ als „Worte machen einen Unterschied“ übersetzen. Gemeint ist, dass Worte wichtig sind und Taten auslösen können. Worte prägen zudem unsere Wahrnehmungs- und Bewertungsschemata.

Lösen Worte Taten aus?

Zuletzt fiel die Formulierung „Words matter“ immer wieder in Zusammenhang mit Donald Trump. Am 6. Januar 2021 sagte der Ex-Präsident in seiner Rede vor dem Kapitol in Washington unter anderem:

“Now it is up to Congress to confront this egregious assault on our democracy. And after this, we’re going to walk down and I’ll be there with you. We’re going to walk down — (APPLAUSE) — we’re going to walk down. Anyone you want, but I think right here, we’re going to walk down to the Capitol — (APPLAUSE) — and we’re going to cheer on our brave senators and congressmen and women, and we’re probably not going to be cheering so much for some of them. (LAUGHTER) Because you’ll never take back our country with weakness. You have to show strength and you have to be strong.”

(Transkript der Washington Post https://www.washingtonpost.com/politics/interactive/2021/annotated-trump-speech-jan-6-capitol/)

„ We’re going to walk down“. Ist dies ein Aufruf zu dem, was später an diesem Tag am Kapitol geschah? Dies haben die Abgeordneten des US-Kongresses während des zweiten Impeachments (Amtsenthebungsverfahrens) gegen Donald Trump zu entscheiden. Dennoch zeigt dieses Beispiel, dass man Worte sehr vorsichtig wählen sollte, da die Interpretation (ungewollte) Taten zur Folge haben kann.

Worte haben Macht

Worte haben Macht und sind unser wichtigster Kommunikationsweg. Sprache ist zudem eng mit unserem Denken verbunden. Sogar unsere Muttersprache beeinflusst, wie wir die Welt sehen. Zudem können Worte verändern, wie wir denken und Wörter können uns unbewusst beeinflussen. Dabei werden wir nicht nur in der Politik oder der Werbung von der Macht der Worte beeinflusst; Worte beeinflussen Tag für Tag, wie wir denken und handeln und sogar was wir wie wahrnehmen und woran wir uns erinnern.

Schon Wilhelm von Humboldt befasste sich mit der Frage, wie eng Sprache und Denken zusammenhängen. In „Über die Verschiedenheit des menschlichen Sprachbaues und ihren Einfluss auf die geistige Entwickelung des Menschengeschlechts“ aus dem Jahr 1836 heißt es:

„Die Sprache ist gleichsam die äußerliche Erscheinung des Geistes der Völker; ihre Sprache ist ihr Geist und ihr Geist ihre Sprache; man kann sich beide nie identisch genug denken.“

(https://www.aphorismen.de/suche?f_thema=Sprache&f_autor=1847_Wilhelm+von+Humboldt)

Sprache und Denken sind eng verbunden

Mit der Frage, wie eng Sprache, Denken und damit auch Handeln zusammenhängen, beschäftigen sich Linguisten, Hirnforscher und Philosophen schon lange. Einige von ihnen vertreten die These, dass Sprache unser Denken bestimmt. Worte prägen damit unser Denken und Handeln. Schon mit dem Erlernen der Muttersprache lernen wie bestimmte Denkmuster, die unser Handeln beeinflussen. Wie Worte uns bewegen, merken wir beispielsweise in einem Roman oder einem Lied, die uns berühren. Worte können verletzten oder uns zu tränen rühren. Oft denken wir über Worte, die wir gelesen, gesagt oder gehört haben noch tagelang nach.

Worte helfen uns dabei, Informationen einzuordnen. Wir bilden im Gehirn Verknüpfungen und Assoziationen. Eine besonders große Macht üben dabei Metaphern aus, die bestimmte Bilder entstehen lassen. Gerade in politischen Debatten können Metaphern sehr wirksam sein – nicht nur als rhetorisches Mittel. Metaphern können Bedeutungen verändern und Handlungen auslösen. Ein Beispiel ist die Metapher des „Kriegs gegen den Terror“, der letztlich zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak geführt hat. Metaphern haben damit die Macht, die öffentliche Meinung zu beeinflussen.

Bedeutungsunterschiede schon durch kleine Worte

Manchmal können schon kleine Worte wie Artikel unsere Wahrnehmung und wie wir die Welt sehen, beeinflussen. Ein Experiment ergab, dass Muttersprachler des Deutschen Brücken (im Deutschen „die Brücke“) als elegant und friedlich empfinden, spanische Muttersprachler (im Spanischen „el puente“ mit männlichem Artikel) eine Brücke als gewaltig und stark empfinden.

Die Muttersprache kann sogar so grundlegende Dinge wie die räumliche Orientierung prägen. In einigen Sprache gibt es beispielsweise keine Begriffe für „links“ oder „rechts“. Auch die Farbwahrnehmung kann von der Muttersprache geprägt sein. In einigen Sprachen ist beispielsweise das Wort für „grün“ und das Wort für „blau“ gleich. Andere Sprachen hingegen unterscheiden nach verschiedenen Blautönen.

Sprache kann darüber hinaus beeinflussen, an was wir uns erinnern. Muttersprachler des Englischen benennen beispielsweise oft, wer etwas getan hat. Sprecher des Spanischen oder des Japanischen beschreiben oft eher den Vorgang, der Verursacher ist weniger wichtig. Zeitkonzepte sind ebenfalls in einigen Sprachen anders, als wir es aus dem Deutschen gewohnt sind.

Wortwahl reflektieren

Die Macht der Sprache zeigt sich damit in verschiedensten Ausprägungen. Diese Beispiele zeigen, wie sich Sprache auf unsere Wahrnehmung und unser Handeln auswirkt. Daher ist es nicht nur für Menschen in verantwortungsvollen Positionen wichtig, die eigene Wortwahl und wie sich diese auf das Denken und die Wahrnehmung der Zuhörer*innen oder Leser*innen auswirken kann, zu reflektieren. Wir alle sollten unserer Wortwahl mehr Beachtung und Aufmerksamkeit schenken, denn Worte beeinflussen unsere Wahrnehmung und unser Handeln.

Beitragsbild: https://pixabay.com/de/illustrations/geist-gehirn-denkweise-wahrnehmung-544404/

Was ist Gewaltfreie Kommunikation?

Gewaltfreie Kommunikation ist ein Thema, das während meines Studiums der Angewandten Sprachwissenschaft nur am Rande vorkam. In Seminaren, in denen es beispielsweise um Gesprächsführung ging, wurde darauf nicht näher eingegangen. Für mich ist die Gewaltfreie Kommunikation (GFK), die auch unter Begriffen wie wertschätzende Kommunikation bekannt ist, ein Thema, mit dem sich eine nähere Beschäftigung lohnt und mit dem ich mich in Zukunft nochmal näher befassen möchte. Bei einigen Bildungsträgern werden übrigens auch Weiterbildungen hierzu angeboten.

Begründer Marshall B. Rosenberg

Entwickelt wurde das Konzept der Gewaltfreie Kommunikation von Marshall B. Rosenberg. Rosenberg war ein amerikanischer Psychologe, der das Center vor Nonviolent Communication gründete und in vielen Ländern als Mediator tätig war. In den 1960er Jahren setzte sich Rosenberg mit der Bürgerrechtsbewegung auseinander und unterstützte das Ende der Rassentrennung an amerikanischen Schulen. Aus diesem Engagement ging die Gewaltfreie Kommunikation hervor.

Das Ziel der Gewaltfreien Kommunikation ist es, so miteinander umzugehen, dass die Kommunikation miteinander vertrauensvoller und wertschätzender ist. Dies gilt für die alltägliche Kommunikation, aber auch für die Kommunikation in Krisen- und Konfliktsituationen. Auch in Schulen, Organisationen, Institutionen und bei internationalen Konflikten kommt das Konzept zum Einsatz. Menschen sollen eine wertschätzende Beziehung aufbauen, die zu mehr Kooperation führen soll.

Empathie Grundvoraussetzung

Damit eine wertschätzende Kommunikation gelingt, ist Empathie eine wichtige Voraussetzung. Menschen sollen sich auf der einen Seite ehrlich und klar ausdrücken, auf der anderen Seite aber auch empathisch zuhören. Die GFK richtet sich daher auf die Gefühle und Bedürfnissen, die hinter einem Konflikt stehen.

Zum Grundmodell der GFK gehören vier Schritte:

1. Beobachtung

2. Gefühl

3. Bedürfnis

4. Bitte.

Die Beobachtung ist eine konkrete Handlung oder das Unterlassen einer Handlung, die ohne Bewertung oder Interpretation angesprochen werden sollte. Diese Beobachtung löst ein Gefühl aus, dass mit einem Bedürfnis, zum Beispiel nach Verständnis oder Sicherheit, verbunden ist. Daraus geht dann eine Bitte hervor. Diese sollte einen konkrete, möglichst erfüllbare Handlung in der Gegenwart sein.

Bitten leichter erfüllbar als Wünsche

Bitten sind im Gegensatz zu Wünschen leichter direkt zu erfüllen. Rosenberg schlägt vor, Bitten in einer positiven Sprache zu formulieren. Man sollte daher direkt sagen, was man will und nicht, was man nicht will. Rosenberg fasst die vier Schritte in dem Satz

„Wenn ich a (Beobachtung) sehe, dann fühle ich b (Gefühl), weil ich c (Bedürfnis) brauche. Deshalb möchte ich jetzt gerne d (Bitte).“

zusammen.

Ein weiterer Punkt bei Rosenberger ist das empathische Zuhören. Daraus sollen die vier oben genannten Aspekte herausgefiltert werden. Der Zuhörer kann überprüfen, ob er den Sprecher richtig verstanden hat, indem er die Informationen wiedergibt, beispielsweise in der Frage „Fühlst du …, weil dir … wichtig ist?“. Dies spiegelt dem Sprecher zudem wider, ob er seine Gefühle und Bedürfnisse klar ausgedrückt hat.
Aus Rosenberger selbst gesteht ein, dass die Umsetzung der GFK Zeit und Geduld braucht. Zudem müssen sich die Anwender selbst weiterentwickeln, um Gefühle und Bedürfnisse klar und offen anzusprechen. Beide Seiten müssen sich auf diese Form der Kommunikation einlassen, was oft ein langer Prozess ist.

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Zeitmanagement im Homeoffice: Wie teile ich mir meine Zeit am besten ein?

Diese Frage stellen sich nicht nur im Moment sicher viele Menschen. Ich arbeite schon seit Jahren im Homeoffice, für viele andere ist die Situation aber noch recht neu. Motivation und Zeiteinteilung im Homeoffice sind dabei sicher große Themen, die viele beschäftigen. Insbesondere bei Letzterem bin ich immer dankbar für neue Inspiration und Tipps und versuche, mich bei diesem Thema regelmäßig weiterzubilden.

Sonntags Wochenplan erstellen

Was mir sehr hilft ist, mir sonntags (ja sonntags; und zwar jeden Sonntag 😀) etwas Zeit für meinen Wochenplan zu nehmen. Ich notiere mir alle in der nächsten Woche anfallenden Aufgaben und verschaffe mir so einen Überblick. Im nächsten Schritt kann ich die Aufgaben auf die einzelnen Wochentage verteilen. Feste Termine und Deadlines für Texte notiere ich mir dabei als Erstes im Kalender. Alle weiteren Aufgaben kann ich dann um diese herum verteilen.

Darüber hinaus setze ich mich am Nachmittag oder Abend nochmal hin und schaue, was ich am Tag geschafft habe und welche Aufgaben am nächsten Tag anstehen. Dies hilft mir auch, den Arbeitstag gedanklich zu beenden und den Feierabend zu beginnen. In der aktuellen Lockdown-Situation, die sicher nicht nur für mich psychisch durchaus belastend ist, versuche ich, meinem Tag noch mehr Struktur zu geben. Daher schaue ich jeden Morgen zu Beginn der Arbeit, wie lange ich für welche Aufgabe brauche und setzte mir feste Uhrzeiten. Hier ist es wichtig (was ich leider immer wieder vergesse) Pausen und Zeitpuffer mit einzuplanen.

Nicht immer klappt alles wie geplant. Plötzlich brauche ich doch länger für einen Text oder mit kommt ein Anruf dazwischen. Daher versuche ich, trotz guter Planung mir nicht alles von dieser diktieren zu lassen, sondern mich flexibel auf Veränderungen einzustellen. Das fällt mir nicht immer leicht, aber ich arbeite daran 😏.

Zeitmanagement im Homeoffice mit Prioritäten

Auch Prioritäten setzen ist wichtig für ein gutes Zeitmanagement im Homeoffice. Ich versuche immer, die wichtigsten Aufgaben des Tages gleich zu Beginn zu erledigen. Eine weitere Herangehensweise ist „Eat the Frog“, also mit der unangenehmsten Aufgabe – vielleicht einem Telefonat, in dem ein Problem besprochen werden muss – zu starten. Ich beginne oft mit dem schwierigsten Text des Tages.

Die biologische Uhr oder innere Uhr spielt beim effektiven Zeitmanagement im Homeoffice ebenfalls eine Rolle. Einige Menschen sind eher Lärchen, andere Eulen. Ich bin grundsätzlich eher eine Nachteule und kann auch spät abends noch gut arbeiten. Allerdings habe ich in letzter Zeit gemerkt, dass ich zwar nicht morgens um 7 am produktivsten bin, sondern eher am späten Vormittag oder um die Mittagszeit. Daher lege ich mir in den Nachmittag lieber Aufgaben, die weniger Kreativität erfordern – beispielsweise Recherche, E-Mails schreiben oder administrative Dinge.

Allerdings heißt dies natürlich nicht, dass ich nur Nachmittags auf E-Mails antworte oder nur dann erreichbar bin. Und wenn ich einen Text fertigstellen möchte, arbeite ich natürlich auch nachmittags weiter daran. Flexibilität ist sicher ein wichtiger Faktor für ein effektives Zeitmanagement im Homeoffice.

Eigene Routinen hinterfragen

Jeder hat einen anderen Tagesablauf und „tickt“ anders. Während eine Person mit einem Online-Kalender am besten zurechtkommt, braucht eine andere einen klassischen Kalender aus Papier und notiert sich ihre Aufgaben am liebsten per Hand. Sinnvoll ist es dennoch, die eigenen Gewohnheiten zu reflektieren, zu hinterfragen und dann zu überlegen, was verbessert werden kann. Beispielsweise kann es sehr effektiv sein, ähnliche Aufgaben zu bündeln. Sie können beispielsweise alle Telefonate des Tages gleich hintereinander erledigen. Sie sollten sich auf jeden die Zeit nehmen und versuchen, ihre Aufgaben möglichst gut zu strukturieren. Nach und nach wird sich so Ihr Zeitmanagement im Homeoffice verbessern und Sie sehen Erfoglen im Alltag. Viele sind auf diesem Weg nicht nur produktiver, sondern können sich auch auf mehr freie Zeit freuen.

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Filmtipps zum Thema Onlinemarketing

Vermisst Ihr das Kino genauso wie ich? Vor Corona bin ich sehr gerne ins Kino gegangen. Den letzten Film, den ich vor der Pandemie sehen konnte, war „Little Women“. Der Film von Greta Gerwig nach der Buchvorlage von Louisa May Alcott über vier Schwestern, die ihren Platz im Leben suchen, hat mich sehr bewegt. Sehr schön fand ich, wie die unterschiedlichen Persönlichkeiten der vier jungen Frauen dargestellt wurden. Danach hatte ich im letzten Sommer, als die Kinos nochmal ein paar Wochen öffnen konnten, die Chance, „Tenet“ von Christopher Nolan zu sehen. Nun warte ich sehnsüchtig auf den nächsten Film, den ich im Kino sehen kann.

Bis dahin gibt es aber zum Glück Netflix, Amazon Prime & Co. Auch die Mediatheken der TV-Sender haben immer wieder Highlights zu bieten. In einigen Filmen und Serien geht es in der Tat im weitesten Sinne auch ums Thema Marketing bzw. Onlinemarketing und können durchaus inspirierend sein. Daher habe ich Euch heute ein paar Filmtipps zusammengestellt. Nicht in allen Filmen geht es um Marketing direkt, sondern um die Geschäftswelt im Allgemeinen. Auf der Seite werstreamt.es könnt Ihr nachschauen, bei welchem Streaming-Anbieter ein Film gerade online ist.

1. Thank you for Smoking

Nein, in „Thank you for Smoking“ geht es nicht ums Rauchen selbst oder wie man sich das Rauchen abgewöhnt. Die Satire zeigt das Leben eines Tabak-Lobbyisten, der geschickte PR betreibt, um Menschen vom Rauchen zu überzeugen. Die Zuschauer erfahren hier mehr darüber, wie viel Macht Marketing hat und wie das Publikum oft manipuliert wird.

2. Steve Jobs

In diesem Film von Danny Boyle spielt Michael Fassbender Steve Jobs. Der Film zeigt das Leben des Apple-Gründers und die Ereignisse rund um drei große Produktpräsentationen von 1984 bis 1998. Über den Apple-Gründer gibt es weitere Filme, unter anderem die Verfilmung „Jobs“ aus dem Jahr 2013 mit Ashton Kutcher in der Titelrolle.

3. The Social Network

In „The Social Network“ von David Fincher geht es um Mark Zuckerberg und die Entstehung von Facebook. Vor allem die Anfänge des Netzwerks 2003 an der Harvard University werden hier näher beleuchtet. Zuckerberg hatte damals die Idee für eine Webseite mit dem Namen „FaceMash“.

4. Mad Men

Ein Klassiker, den ich allerdings noch nicht gesehen habe, ist die Serie Mad Men, in der es um eine New Yorker Marketing-Agentur geht. Die Serie spielt in den 1960er Jahren und beschäftigt sich auch mit historischen Ereignissen bzw. nimmt Bezug auf diese.

5. Up in the Air

In „Up in the Air“ mit George Clooney aus dem Jahr 2009 geht es zwar nicht um Marketing, aber um die Geschäftswelt im Allgemeinen. Clooney spielt hier Ryan Bingham, dessen Job es ist, Mitarbeiter anderer Firmen zu entlassen. Im Laufe des Films kommen ihm jedoch Zweifel an seinem Leben und seinem Job.

6. Jerry Maguire

Auch „Jerry Maguire“ habe ich noch nicht gesehen. Hier spielt Tom Cruise einen Sportmanager, der entlassen wird, nachdem er die Unmenschlichkeit und Unehrlichkeit der Branche und seines Unternehmens kritisiert hat.

7. The Wolf of Wall Street

Auch hier geht es weniger ums Marketing, sondern eher um die Geschäftswelt im Allgemeinen – vor allem die New Yorker Börse. Leonardo DiCaprio spielt hier einen Börsenmakler, dessen Leben privat und beruflich immer exzessiver wird. Drogen, Frauen, Korruption, Habgier, Kriminalität – der Film spricht viele Aspekte an. „The Wolf of Wall Street“ gehört sicher zu den Filmen, die bei mir bisher nachhaltig in Erinnerung blieben.

8. Wall Street

Habe ich schon „The Wolf of Wall Street“ genannt, so darf „Wall Steet“ mit Michael Douglas nicht fehlen. Der Film aus dem Jahr 1987 dreht sich ebenfalls um einen jungen Börsenmakler, der mehr und mehr in die Kriminalität abrutscht.

Viel Spaß beim Anschauen!

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Was sind die Text-Trends 2021?

Auch Texte verändern sich immer wieder, vor allem im Online-Bereich. Hier spielt die Suchmaschinen-Optimierung eine große Rolle. Neben neuen Trends macht auch Google immer wieder neue Vorgaben zu seinen Rankings; nimmt alte Faktoren heraus oder fügt neue hinzu. 2021 wird es sicher ebenfalls wieder zu Neuerungen kommen. Was könnte sich 2021 bei SEO-Texten verändern?

Webseiten nicht immer auf dem neuesten Stand

Derzeit ist zu beobachten, dass Webseites, die bisher noch gut und wettbewerbsfähig waren, nicht mehr auf dem neuesten Stand sind. In der Corona-Krise suchen immer mehr Menschen online nach Information. Die Nutzer wollen beispielsweise Kontaktinformationen finden oder wissen, ob und wie ein Unternehmen auch während der Pandemie seine Dienstleistungen anbieten kann. Dazu kommt, dass auch die Nutzer mittlerweile viel Erfahrung mit dem Internet haben und daher die Ansprüche und Erwartungen an gute Webseiten steigen.

Viele Unternehmen haben schon im letzten Jahr ihre Webseiten ausgebaut. Laut dem Content Marketing Institute könnten 2021 die Themen Verbesserung der Webseite und die Erstellung von Inhalten im Vordergrund stehen. Vor allem im B2B-Bereich sind Unternehmen wohl oft unzufrieden, da sie auf Webseiten nicht die Informationen finden, die sie benötigen. Die kann in der Folge auch zu weniger Vertrauen in die Verkäufer führen.

Relevante Informationen für Nutzer*innen

Nicht nur Unternehmen, sondern auch private Webseitennutzer*innen, die sich für ein Produkt oder eine Dienstleistung interessieren, erwarten relevante sowie sachlich und verständlich aufbereitete Informationen. Oft wollen sich die Nutzer*innen auf einer Webseite einen schnellen Überblick über die Angebote verschaffen. Finden sie Antworten auf ihre Fragen, können aus Webseitenbesuchern Kunden werden.

Dabei spielt die Menge an Informationen auf einer Webseite meist eine untergeordnete Rolle, denn es kommt auf die Qualität der Inhalte an. Webseitennutzer*innen möchten hochwertige Informationen und dies honoriert auch Google. Daher wird es bei SEO-Texten in diesem Jahr darum gehen, Inhalte weiter zu optimieren, um die Erwartungen der Nutzer immer besser zu erfüllen. Finden sie Antworten auf ihrer Fragen, ist die Chance hoch, dass die Nutzer auch in Zukunft die Webseite wieder besuchen.

Kontext wichtiger als einzelne Keywords

Einzelne Keywords werden dabei womöglich weniger wichtig, denn auch Google erkennt mehr und mehr, ob ein SEO-Text in einem bestimmten Themengebiet wirklich relevant ist. Ich persönlich finde daher – auch wenn dies SEO-Expert*innen womöglich als veraltet empfinden – den Ansatz des WDF*IDF sehr zielführend, der hier wird auf der Basis einer mathematischen Formel die Relevanz des eigenen Contents im Verhältnis zu anderen Webseiten und Blogs gesetzt. Letztendlich spielt dabei die Semantik eine große Rolle.

Ich erkläre Freund*innen und Bekannten WDF*IDF gerne vereinfacht an folgendem Beispiel: In einem Webseitentext über Stühle sollte Begriffe wie Stuhlbein, Stuhllehne oder Tisch vorkommen, damit Google erkennt, dass es im Text wirklich um Stühle geht. Es werden also Begriffe aus einem bestimmten Wortfeld einbezogen. Mittlerweile gibt es auch Erweiterungen und Modifikationen des WDF*IDF-Konzepts.

Weniger ist oft mehr

Auf einer Mindestanzahl von Worten oder Seiten auf einer Webseite kommt es nicht an; ebenso wenig wie auf eine Mindestanzahl von Artikeln am Tag. Auch hier gilt: Qualität vor Quantität und weniger ist oft mehr. Webseitenbetreiber sollten ihre Seiten daher nicht mit unnötigen Inhalten füllen und immer im Hinterkopf behalten, dass die Nutzer ihre Seite lesen und nicht Google.

Texter*innen sollten sich daher darauf einstellen, in Zukunft ein Thema umfassend zu behandeln und viele Aspekte eines Themas zu beleuchten. Ein SEO-Text mit 300 oder 400 Wörtern und den wichtigsten Keywords reicht schon lange nicht mehr aus. Neben den Keywords sollten dabei auch semantisch relevante Wörter beachtet werden. Dazu kommt, dass mehrere relevante Keywords einbezogen werden sollten.

Längere Webtexte mit Vorteilen

Übrigens ist es nicht ungewöhnlich, dass längere SEO-Texte von Google positiver aufgenommen werden. Studien gehen sogar davon aus, dass Texte mit über 3.000 Wörtern besonders häufig gelesen und geteilt werden. Solche Webseitentexte erhalten zudem mehr Backlinks. Dennoch sollten auch lange SEO-Texte immer zu der Suchintention des Nutzers passen. Je nach Suchanfrage sollte die Frage des Nutzers behandelt werden und Leser*innen möglichst viele passende Informationen finden.

Ein guter SEO-Text sollte gut lesbar sein und weder Rechtschreibfehler noch Grammatikfehler enthalten. Im besten Fall ist der Text lebendig und lädt schon gleich am Anfang zum Weiterlesen ein. Gewinnen Texter*innen nicht gleich im ersten oder zweiten Satz die Leser*innen, so lesen viele den Text schlicht nicht weiter.

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Wie und wann entstanden Sprachen?

Diese Frage ist bis heute nicht abschließend beantwortet. Einige Wissenschaftler gehen von einer Ursprache aus, aus der sich alle weiteren Sprachen entwickelt haben. Diese Theorie ist allerdings durchaus umstritten. Dennoch geht man davon aus, dass die Grundlage der Kommunikation schon auf Affen zurückgeht.

Erste Grundlagen von Sprache vor fast zwei Millionen Jahren

Der Homo erectus, ein Urmensch, der wohl vor fast zwei Millionen Jahren lebte, begann dann, tierische Laute zu verfeinern. Die Kommunikation beschränkte sich wohl jedoch weiter auf alltägliche Dinge. Eine Grammatik gab es in den Anfangszeiten der Sprache noch nicht. Bis die Kommunikation, die wir heute als Sprache beschreiben, entstand, dauerte es noch eine ganze Weile.

Wann jedoch wirklich die erste Sprache oder die ersten Sprachen entstanden, wird in der Forschung diskutiert. Eine der am weitesten verbreiteten Theorien ist, dass die Menschheit, die sich von Afrika aus in aller Welt verbreitete, bereits eine Sprache mitbrachte. Aus dieser Ursprache heraus entwickelten sich dann regionale Formen, aus denen letztlich die heute über 6.000 gesprochenen Sprachen hervorgingen. Andere Forscher gehen davon aus, dass sich eine komplexere Kommunikation erst lange nach der Auswanderung der Menschen aus Afrika entwickelt hat.

Alle Sprachen mit gemeinsamem Ursprung?

Mit der Geschichte und dem Ursprung von Sprachen haben sich im Laufe der Geschichte nicht nur Sprachwissenschaftler, sondern auch Philosophen und andere Gelehrte beschäftigt. Beispielsweise schrieb Jacob Grimm 1851 ein Buch mit dem Titel „Über den Ursprung der Sprache“.

Die Theorie, dass alle Sprachen der Welt einen gemeinsamen Ursprung haben, wird als Monoglottogenese oder Monogenese bezeichnet. Theorien der Polygenese gehen davon aus, dass sich mehrere Sprachen zu unterschiedlicher Zeit an unterschiedlichen Orten der Welt entwickelt haben. Dazu kommen weitere Theorien. Dies zeigt, dass bisher die Frage, wie Sprachen entstanden sind, noch nicht abschließend beantwortet wurde.

Auch die Frage nach der ältesten oder ersten Sprache der Welt wird diskutiert. Das Sumerische gilt als die erste Sprache, für die vor über 3.000 Jahren eine Schrift entwickelt wurde. Aramäisch ist ebenfalls eine sehr alte Sprache und soll über 3.000 Jahre alt sein. Damit gilt das Aramäisch als die älteste noch gesprochene Sprache. Altgriechisch soll rund 2.800 Jahre alt sein. Eine der ältesten Sprachen, für die eine Schrift entwickelt wurde, ist Tamil. Tamil wird im Süden Indiens sowie in Sri Lanka, Malaysia und Singapur gesprochen.

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Aussterbende Sprachen

Auch wenn es in diesem Blogartikel um tote und sterbende Sprachen geht, heißt das nicht, dass dieses Thema nicht lebendig diskutiert werden kann. Die wohl bekannteste ausgestorbene Sprache haben viele von uns noch in der Schule gelernt: Latein. Theoretisch ist das Lateinische nicht ausgestorben, auch wenn die Sprache nicht mehr im Alltag gesprochen wird. Die katholische Kirche hält die Sprache ebenso am Leben die Medizin.

Viele Sprachen der Welt vom Aussterben bedroht

Allerdings sind heute viele Sprachen der Welt vom Aussterben bedroht, da nur noch wenige Sprecher leben. Viele dieser Sprachen sind uns weitestgehend unbekannt. Ein Beispiel ist Pemón, eine Sprache karibischer Ureinwohner, die in Teilen Venezuelas, Brasiliens und Guyanas von 30.000 Menschen gesprochen wird. Noch einige Tausend Sprecher hat das Tschuktschisch, eine altsibirische Sprache im Nordosten Russlands. Viele dieser Sprachen werden wohl in den kommenden Jahrzehnten von der Bildfläche verschwinden, denn die letzten Sprecher werden sie wohl buchstäblich wohl mit ins Grab nehmen.

Damit geht viel von der Sprachenvielfalt der Welt verloren. Besonders betroffen sind Minderheitensprachen. Diese werden unter anderem aus ökonomischen Gründen nicht mehr als Muttersprache an die nächste Generation weitergegeben. Eltern sind der Auffassung, dass es ihren Kindern für die Zukunft nichts bringt, eine nur lokal begrenzte Sprache zu sprechen.

Sprachen werden als weniger wertvoll betrachtet

Dazu kommt, dass einige Sprachen als minderwertig betrachtet werden und die Sprecher von der restlichen Bevölkerung eines Landes ausgegrenzt wurden und werden. Dies war beispielsweise in Frankreich über viele Jahrhunderte der Fall, als Regionalsprachen wie das Bretonische noch weiter in der Bevölkerung verbreitet waren. Den Sprechern wurde beispielsweise in der Schule verboten, ihre Muttersprache zu sprechen.

Zudem ist es sehr kostspielig, mehrere Sprachen in einem Land am Leben zu erhalten. So müsste der Schulunterricht in der Sprache stattfinden und auch Medien in der jeweiligen Sprache verfügbar sein. In der Öffentlichkeit müssten die Sprachen, beispielsweise auf Ortsschildern, ebenfalls sichtbar sein.

Einige Regionen der Welt haben sich jedoch die Mühe gemacht, auf diesem Weg einige beinahe ausgestorbene Sprachen am Leben zu erhalten. So nimmt beispielsweise die Bedeutung des Bretonischen in Nordfrankreich oder des Okzitanischen rund um Toulouse wieder an Bedeutung zu. Dort sind beispielsweise zweisprachige Schilder in der Öffentlichkeit zu sehen und das Bretonische kann auch wieder an Schulen gelernt werden.

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